Netzgebiet Fernwärme

Zentraler Bestandteil dieses Wärmenetzes sind die drei räumlich getrennte Fernwärmenetze: in der Kurt-Wein-Straße (KWS), im Heizhausweg (HHW) sowie am Schwimmbad.

Diese Wärme wird zurzeit mit Blockheizkraftwerken in der Grundlast von ca. 60 % sowie mit Kesseln in der Spitzenlast erzeugt. 

Die Kraftwerke erzeugen je nach Witterung ca. 37 Gigawatt Wärme und gleichzeitig 18 Gigawatt Strom durch Kraft-Wärme-Kopplung. Der Energienutzungsgrad beträgt über 85 Prozent und für die Spitzenlast und Reserve stehen Kesselanlagen mit rund 20 Megawatt zur Verfügung. In die Fernwärmenetze werden jährlich je nach Witterung ca. 27,5 Gigawattstunden eingespeist. 

Die Gesamtrassenlänge (Vorlauf, ohne Hausanschlüsse) aller Netze beträgt zurzeit ca. 14 km. Die Netze werden mit gleitender Vorlauftemperatur bis ca. 95 °C betrieben. Der Rücklauf in der Heizperiode liegt bei ca. 60 °C, im Sommer leicht höher. Die Netze haben keine hydraulischen Engpässe und sind in gutem Zustand. 

 

Netzgebiet Fernwärmenetz

Unser neues Projekt "Wärme-Zukunft Helfta"

Bald haben Sie die einzigartige Möglichkeit, Wärme für Ihre Heizung und Warmwasser ganz ohne eigene Erzeugungsanlage zu beziehen.

Der Ausbau der Fernwärmeversorgung vom Erzeugungsstandort Heizhausweg soll über 2 km in Richtung Süd-Ost erfolgen. Die Trasse führt in ein Wohngebiet mit ca. 50 Einfamilienhäusern und im weiteren Verlauf an einem historischen Kloster sowie mehreren Wohnblöcken entlang. Ferner führt die Trasse tangential am Industriegebiet nördlich der Halleschen Straße entlang und schließlich in Richtung des Industriegebietes „Am Strohügel”, welches große Potenziale zur Erschließung und Speicherung erneuerbarer Energien bietet.

Da zukünftige klimaneutrale Lösungen sehr flächenintensiv sein werden, schaffen wir durch den Ausbau der Fernwärme in Richtung Industriegebiet und Stadtrand, grundlegende Voraussetzungen zur Transformation der Fernwärme. Daher dient der Ausbau vor allem der künftigen Langfriststrategie. 

Eine langfristig klimaneutrale Wärmeversorgung setzt voraus, dass die lokal verfügbaren erneuerbaren Potenziale ausgeschöpft werden. Daher müssen wir in der Lutherstadt Eisleben entsprechend der Verfügbarkeit von regenerativen Wärmequellen mehrere kleinteilige Potenziale untersuchen und erschließen. Eine effiziente Einbindung von regenerativen Energien und Technologien wie Großwärmepumpen und Solarthermie oder Niedertemperaturabwärme werden hier in den nächsten Schritten des Transformationsplanes der SLE Fernwärmeversorgung weiter konkretisiert.

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